Marketinglexikon

      - Index Buchstaben -
A B C D E F
G H I J K L
M
N O P Q R
S T U V W X
Y Z        
Valid HTML 4.01 Transitional

Mailingliste
Diskussion zu einem Thema unter einer bestimmten eMail-Adresse. Fragen und Antworten werden an alle Teilnehmer der Mailingliste verschickt. Interessenten registrieren sich durch eine Email an die Verteileradresse. Mailinglisten sind hervorragend als Kundenbindungsinstrument und für die Produktpromotion geeignet. Es gibt Sie in moderierter und unmoderierter Form.

Marke
Die Marke ist ein Name, Begriff, Zeichen, Symbol, eine Gestaltungsform oder eine Kombination aus diesen Bestandteilen zum Zweck der Kennzeichnung der Produkte oder Dienstleistungen eines Anbieters oder einer Anbietergruppe und zu ihrer Differenzierung gegenüber Konkurrenzangeboten.

Markenartikel
Ein Markenartikel ist eine auf die Nutzenerwartung der Abnehmer ausgerichtete und mit einem einheitlichen Zeichen versehene Leistung, die stets in gleichbleibender oder verbesserter Qualität angeboten wird. Die Marke signalisiert dabei die Herkunft des Produktes.

Marketing-Mix
Kombination der Ausprägungen der zeitraum- und markt- bzw. marktsegmentbezogen eingesetzten markenpolitischen Instrumente. Dazu zählen: 1.Produkt- und Produktprogrammgestaltung, 2. Distributionspolitik, 3. Marketing-Kommunikationspolitik (PR, Werbung, Verkaufsförderung, Personal Selling), 4. Preis- und Konditionsgestaltung. Der kombinierte Einsatz dieser Instrumente ist das Marketingprogramm oder Marketing-Mix.

Marketingmanagement
Der Begriff Marketingmanagement findet in zweifacher Weise Anwendung: Zum einen versteht man hierunter die Planung, Organisation, Steuerung, Umsetzung und Kontrolle von Marketingstrategien und -aktivitäten. Dieser funktionale Begriff bezieht sich also auf die Aufgaben und Inhalte des Marketingmanagement. Zum anderen bezeichnet man auch den Personenkreis im Unternehmen, der diese dispositiven Aufgaben im Marketing übernimmt, als Marketingmanagement. Bei dieser institutionellen Begriffsfassung geht es also um personelle Zuständigkeiten und Kompetenzen im Marketing.

Marketingplanung
Global gesehen schliesst die Marketingplanung alle Zielvorgaben, Strategien und Massnahmen zur erfolgreichen Ausrichtung des Unternehmens auf den Markt ein. Die Kerninhalte konzentrieren sich dabei auf den Markt, die Produkte, die Kommunikation und das Management. Bei der Planung ist darauf zu achten, dass alle Faktoren genügend Berücksichtigung finden, da bei fehlenden oder mangelhaften Planvorgaben die Wirkung der gesamten Planung in Frage gestellt ist. Am besten wird die Planung in einer ganzheitlichen Marketingkonzeption zusammengefasst.

Marketingstrategien
Marketingstrategien sind Grundsatzentscheidungen zur Erreichung aufgestellter Marketingziele. Die Aufgabe von Marketingstrategien besteht in der Festlegung eines Orientierungsrahmens für die zielgerechte Ausrichtung und Kanalisierung von operativen Marketingmassnahmen. Marketingstrategien bestimmen damit die langfristige marktorientierte Ausrichtung des Unternehmens. Die Planung und Koordination von Marketingstrategien ist eine wesentliche Aufgabe des Marketingmanagements. Grundlage für die Strategieformulierung sind eine umfassende Analyse und Prognose der internen und externen Ist-Situation sowie klare Marketingziele.

Marktdurchdringung
Die Strategie der Marktdurchdringung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein erhöhter Einsatz gegenwärtiger Produkte auf gegenwärtigen Märkten angestrebt wird, um so vorhandene Marktpotentiale besser auszuschöpfen. Dies kann erreicht werden durch:
- eine Steigerung des Konsums bei Stammverbrauchern,
- die Abwerbung von Kunden der Konkurrenz oder
- die Gewinnung bisheriger Nicht-Kunden. Diese Strategie stellt die Grundstrategie eines jeden Unternehmens dar.
Alle drei Konzepte sind produktmarktbezogen, das heisst, sie zielen auf das Produkt als solches ab und nicht auf seine Verwendung (Bedarf).

Marktentwicklung
Ziel der Marktentwicklungsstrategie ist es, für bereits existierende Produkte einen oder mehrere neue Märkte zu finden. Dies ist insofern naheliegend, als dass versucht wird, die bisherigen Marktgrenzen für bestehende Produkte aufzubrechen. Ein bestehendes Produkt soll danach auch in anderen, bisher nicht genutzten Märkten etabliert werden. Vielfach handelt es sich dabei um bisher nicht gesehene bzw. nicht bearbeitete Arrondierungsmärkte eines Gesamtmarktes. Dabei gibt es folgende Möglichkeiten:
- Erschliessung zusätzlicher Markträume (räumliche Arrondierungsmärkte), new users
- Eindringen in Zusatzmärkte (gezielte Funktionserweiterungen für bestehende Produkte), new uses (bedarfsmarktbezogen)
- Erschliessung neuer Marktsegmente (neue Abnehmer, die sich von den bisherigen Kunden in bestimmten Merkmalen unterscheiden), new users
- Erschliessung zusätzlicher bzw. neuer Distributionsquellen.

Marktsegmentierungsstrategie
Unter Marktsegmentierung (differenzierte Marktbearbeitung) versteht man die Aufteilung eines Gesamtmarktes in verschiedene Teilmärkte (Käufergruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen), die jeweils mit einem speziell auf sie zugeschnittenen Marketing-Mix angesprochen werden sollen (Scharfschützen-Konzept). An jedes Segment wird die Anforderung gestellt, dass es in sich möglichst homogen, im Vergleich zu anderen Segmenten jedoch möglichst heterogen ist. Das Ziel besteht darin, einen möglichst hohen Grad der Identität zwischen dem angebotenen Produkt und einer bestimmten Abnehmergruppe zu erzielen. Die Marktsegmentierung setzt voraus, dass auf dem zu bearbeitenden Markt Käufer mit unterschiedlichen Bedürfnissen existieren.

Meinungsführer (Opinion Leader)
Eine Person in einer sozialen Gruppe, die von den übrigen Mitgliedern einer Gruppe in Bezug auf bestimmte Problem- und Fragestellungen bzw. Themen besondere Kompetenz zugeschrieben wird. Der Meinungsführer übt sowohl fachlichen als auch emotionalen Einfluss auf die Ansichten, Einstellungen und Verhaltensweisen der übrigen Gruppenmitglieder aus.

Multidimensionale Skalierung
Verfahren der mulitvariaten Statistik, durch das die Objekte einer Gesamtheit nach Massgabe ihrer geeigneten zu definierenden Ähnlichkeit (Affinität) gruppiert werden. Objekte mit der grössten Ähnlichkeit sind dann durch besonders geringe Entfernungen gekennzeichnet. Typisch ist, dass die Objekte durch die multidimensionale Skalierung in einem möglichst niedrig dimensionierten Raum angeordnet werden sollen. Vgl. auch Marktsegmentierungsstrategie.


Top