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Delphi-Methode
Die Delphimethode ist eine Prognosemethode aus dem Bereich Marktforschung.
Es werden anonym bleibende Experten in mehreren Befragungsrunden zu einem Prognoseproblem
befragt. Dabei haben die Experten die Prognosen schriftlich begründet abzugeben
(keine gegenseitige Beeinflussung). Die Auswertung der Befragung erfolgt mittels
einer Durchschnittsbildung. Das Ergebnis wird den Experten mitgeteilt. Die Experten,
die weit vom Durchschnitt weg liegen, können ihre Meinung ändern, bei vorliegenden
Antworten der anderen Experten, oder ihre Werte beibehalten, indem sie diese
genauer begründen. Die Befragung soll so lange durchgeführt werden, bis sich
eine Mehrheitsmeinung herausbildet, d. h. der Durchschnittswert sich stabilisiert.
Der Durchschnittswert ist dann gleich dem Prognosewert. Die Prognosequalität
hängt von der Gruppenzusammensetzung und dem Bereitschaftsgrad der Experten
ab.
Demographische Marktsegmentierung
Die Bildung von Nachfrager-Gruppen nach brauchbar
erfassbaren persönlichen, sozialen, wirtschaftlichen sowie geographischen oder
ähnlichen Kriterien (Beispiele: Geschlecht, Alter, Familienstand, Einkommen,
Haushaltsgrösse, Wohnort usw.). Der Marktsegmentierung werden zumeist Kriterienkombinationen
(z.B. Einkommen, Familiengrösse, Alter, Bevölkerungsdichte) zugrunde gelegt.
Demoskopie
Ergründung der öffentlichen Meinung zum Zwecke
der Beeinflussung der Gesellschaft oder der Kontrolle von Auswirkungen öffentlich
wirkender Massnahmen.
Direktvertrieb
Direkter Vertrieb bedeutet, dass zwischen Hersteller
und Endkunde keine Handelsbetriebe zwischengeschaltet sind. Er kann zum einen
durch einen Aussendienst (persönlicher Verkauf) vorgenommen werden, zum anderen
im Rahmen des Innendienstes, z. B. durch Geschäftsführer oder Techniker (persönlich),
den Telefonverkauf, TV-Selling oder persönliche Anschreiben (semi-persönlich)
und traditionelle Versandkataloge oder unpersönliche Anschreiben (unpersönlich).
Für Investitionsgüter ist der direkte Distributionsweg am häufigsten anzutreffen.
Insbesondere der Verkäufer ist bei Investitionsgütern und Dienstleistungen oft
das letzte und entscheidende Glied im Absatzkanal und prägt mitunter langfristig
das Kundenverhalten.
Diskriminanzanalyse
Multivariates Verfahren der Datenanalyse, dessen
Grundanliegen darin besteht, vorgegebene Gruppen von Objekten durch eine Kombination
mehrerer unabhängiger Variablen optimal zu trennen, um dadurch zwischen diesen
bestehenden Unterschiede zu erklären. Zudem soll Aufschluss darüber erhalten
werden, welcher der Teilgruppen eine Untersuchungseinheit mit bislang unbekannter
Gruppenzugehörigkeit auf Grund ihrer Merkmalsausprägung zuzuordnen ist.
Distribution
Entscheidungen, Massnahmen, Sachverhalte, die
im Zusammenhang mit dem Verbringen eines Produktes zum Endkäufer stehen.
Gutenberg unterscheidet Systeme der Distribution (zentrale und/ oder dezentrale
bzw. nicht-unternehmenseigene Systeme), ferner bestimmte Formen der Distribution
(eigene und/oder fremde Verkaufsorgane), schliesslich Wege der Distribution (über
Handelsformen). Soweit logistische Aspekte (z.B. im physischen Distributionssystem)
beachtet werden können, wird auch der Begriff Marketinglogistik benutzt.
Diversifikation
Die Diversifikation gehört für viele Unternehmen
unter dem Aspekt der langfristigen Erfolgssicherung zu den wichtigsten marketingstrategischen
Optionen. Unter dieser Strategie ist der Eintritt einer Unternehmung mit neuen
Produkten in für sie neue Märkte (Produktmärkte oder Bedürfnismärkte) zu verstehen.
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